like a bird (fly high)

Vögel sind Lebewesen, die im Gegensatz zum Menschen naturgemäß (meist) nicht an den Erdboden gebunden sind, sondern sich in einer dritten Dimension bewegen können. 
Der Wunsch danach ist in der Menschheitsgeschichte verankert und konnte mithilfe technischer Möglichkeiten in Erfüllung gehen. Ohne diese Technik wird es dem Menschen jedoch nicht möglich sein, einfach davon zu fliegen, und er rettet sich in die Vorstellung, diese Freiheit zu erlangen. 
Gerade auf diesem Aspekt beruht der Vergleich, der zudem der Titel des Songs ist. 

Auch das Gefühl nach einer Phase der Anstrengung endlich wieder das tun zu können, auf das man sich lange gefreut hat oder jetzt einfach wieder Lust hat, ist ein Gefühl der Freiheit. 
Aus dem Entfliehen wird ein Davonfliegen – keine Sorgen sind in solch einem Moment zu spüren. 

Schon zu Beginn pfeift der Vogel seine fröhliche Melodie, die im ganzen Song immer wieder auftaucht – die tonmalerische Übersetzung eines positiven Blicks auf die Dinge bzw. der fröhlichen Grundstimmung. 

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LyrikZ


Verse 1
Finally – I am back in the game,
the time until today had brought emotional strain.
I was caught in a cage during a long phase
I escaped, looking forward to upcoming days.
I can feel the relief now, no pressure on me,
wouldn’t have believed that again I’d be free,
free like a bird, I will fly through the sky
to the clouds, to the moon and much further away.

Verse 2
Once more I feel the lust and the love of life,
there now are no sorrows and I got the drive
to do what I wanted to do in the recent past:
Leave the burdens behind and take off really fast.
The whole world stands open for me,
I will fly through the sky and over the sea,
at the same time, like a bird, I will whistle a song
from sunrise to sunset and all night long.

Chorus
I will fly – fly through the sky – sky – really high
leave my worries behind, shout out: “bye-bye-bye”
have some fun – fun in the sun sun sun.
I’m free like a bird – Baggage? I have none.
A little song on my lips – I will sing, I will whistle
shake my hips to the beat
better than they do on televizzle.
You should trust in me – “Trust in you” is the key,
then you will see – see you’ll be free free free

Verse 3
What will await me, no one can say,
but today is the day, on which I fly away.
I will hover towards sun over the wide wide ocean
feel the lightness of being – indescribable emotion.
I feel freedom, I feel joy, only positive things
I’m not worried about the future – I have strong wings.
Free like a bird I will fly through the sky
to the clouds, to the moon and much further away.

Chorus
I will fly …

Bridge

whistling the melody

Chorus
I will fly … 



© by TomZn, 07/2020 

background

words - 1

 

Vögel werden ihrer Freiheit beraubt, in dem man sie in einen Käfig sperrt. 
Ein Mensch, der sich in einer anstrengenden, fordernden oder gar belastenden Phase befindet, kann ein ähnliches Gefühl der Freiheitsberaubung verspüren. 
Umso befreiender fühlt es sich an, wenn man diese Sorgen und Lasten hinter sich lassen kann, dem Käfig quasi entflieht. Fast hätte man selbst nicht mehr daran geglaubt, doch wird man den wiedergewonnen Freiraum nutzen. 

words - 2

 

Die ganze Welt steht von nun an offen. Einschränkungen und Begrenzungen existieren nicht (mehr). Die Freude am Leben ist (wieder) zurück, endlich kann man tun, was man schon so lange vorhatte. Eine fröhliche Melodie liegt einem auf den Lippen – nicht nur im Fliegen ist man so einem Vogel nahe. 

words - 3

 

Noch weiß man nicht, was einen in der Zukunft erwarten wird, doch jetzt und ohne zu zögern möchte man seine Freiheit genießen und es geht einfach los. Angst vor dem, was kommt, braucht man nicht zu haben. Die starken Flügel helfen dabei, nicht abzustürzen und so durch mögliche Turbulenzen durchzusteuern. Sie symbolisieren das starke Selbstvertrauen. Das Hochgefühl reicht noch weiter als die Wolken und der Mond. 

words - 4

 

Die Ideen aus den Strophen werden im Chorus aufgegriffen und verdichtet. 
Die Wortwiederholungen "fly“ und „fun“ sind ein Mittel zur Betonung der zentralen Begrifflichkeiten. Zugleich stehen sie jeweils am Ende eines Satzes und zu Beginn des nachfolgenden Satzes, wobei der folgende Satz den ersten konkretisiert. Ich fliege. Wohin genau? Ich fliege durch den Himmel. Ein Himmel, der sehr hoch hinaufreicht. Ich habe Spaß. Wo genau? Spaß in der Sonne. 
Die Sorgen quasi der Ballast werden zurückgelassen. So lässt es sich noch einfacher fliegen. Sich dafür selbst zu vertrauen, ist der Schlüssel, um zu diesem Flug abzuheben und so die Freiheit auch erfahren zu können. Das ist die Botschaft an die Rezipient*innen. 

sound - 1

 
Der Vergleich zu einem Vogel ist auf der Textebene stark im Aspekt des Fliegens zu finden. Um die Verknüpfung noch weiter zu stärken, wird auf der musikalischen Ebene eine akustische Reminiszenz an einen Vogel in den Vordergrund gerückt. 
Jede Vogelart hat seine charakteristischen Melodien. 
Manch Mensch pfeift vor sich hin, wenn er fröhlich und befreit lebt oder vor sich hinträumt. 
Die tonale Verbindung der nonverbalen Äußerung eines Menschen und der naturgemäßen Kommunikation eines Vogels findet man in der charakteristischen Melodie dieses Songs wieder, die über das ganze Stück immer wieder auftritt.

sound - 2

  

Der Beginn des Pfeif-Motivs läuft in den Refrains im Hintergrund in Dauerschleife und setzt sich dadurch subtil im Gehör des Rezipienten fest. 

sound - 3

  

Persönlich äußern sich eine positive Stimmung aber auch meine sprudelnden musikalischen Gedanken oft in Form von pfeifen. Dieses Charakteristikum lässt die persönliche Nähe zwischen mir als Songwriter und den Inhalten dieses Songs erkennen lässt. 

sound - 4

  

Die Leichtigkeit und entspannte Grundstimmung des Songs werden durch wenige aber wirkungsvolle Komponenten generiert. 
Das Fundament des Songs ist ein für den Reggaeton typischen Rhythmus, der in der Karibik seinen Ursprung hat. 
Um das exotische Flair und das damit verbundene Gefühl der Lebensfreude zu forcieren, finden auch Instrumente der Südsee – zu Beginn die Ukulele (Hawaii) oder im Refrain die Steeldrum (Trinidad – Karibik) – Verwendung. 

sound - 5

  

Die Steeldrum greift im Refrain das Endmotiv der beschriebenen Pfeifmelodie auf und macht den Vogel vielleicht zu einem exotischen Paradiesvogel? 

sound - 6


In der Text-Passage, die beschreibt, dass von nun an die Freiheit vorherrscht und nur noch positive Dinge gesehen werden, setzt ein engelhafter Chor ein. Er setzt eine Erleuchtung bzw. eine Erscheinung musikalisch um. 
Die Tonlage dieses Chors erhöht sich im letzten Refrain um eine Oktave. Die höheren Töne symbolisieren die nun noch höhere, bis fast zum Himmel reichende Flughöhe. 

picture - 1

 
Als das zentrale Element der Bildebene kann sicherlich die Pose des Fliegens gesehen werden. 
Das erste mal taucht sie im ersten Refrain mit den Worten „i will fly“ auf und stellt die zum Fliegen gespreizten Flügel dar. 
Das Video endet zudem mit dieser Pose auf dem Weg über das weite Meer in Richtung Sonne. 

picture - 2

  

Zu Beginn steht eine Szene des Erwachens bzw. des  

sich-Besinnens. 
Die Klänge der Ukulele sind schon  zu hören, bevor das Bild erscheint. 

Traum oder Realität? 

 

picture - 3

  

Es gibt immer wieder kleine Parallelen auf den verschiedenen Ebenen – Bild und Text – zu entdecken. 
Beispielsweise blickt man in der Phrase, in der das Zurücklassen der Lasten beschrieben wird, vom Motorboot auf die Heckwelle und somit zurück in die Richtung, die man zurücklässt. Die ganze Welt steht einem offen – eine annähernd um 360° reichende Kurve an dieser Stelle übersetzt das Einmal-rund-um-den-Globus-herum. Die starken Flügel werden in der Gestik umgesetzt. 

picture - 4

  

Der kleine aber feine Signature-Move, welcher im Refrain auftaucht, ist der Birdyshake. Einfach die Schwingungen aufnehmen und sich frei fühlen.

how to do the #birdyshake

  

(1) feel the rhythm 

(2) start shaking your hips 

(3) let the energy flow up through our body 

(4) shake your head oppositely to your moving hips 

(5) meanwhile shake your angled arms alternately 

(6) feel free